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Carl-Beermann-Stiftung finanziert Defibrillator
10.06.2006
Übergabe Defibrillator (Partnerstiftung Carl Beermann)
Der Einsatz von Defibrillatoren sorgt bei akutem Herzkammerflimmern für den lebensrettenden Takt. Der Einsatz von Stiftungen sorgt für Lösungen, wenn Sinnvolles nicht finanzierbar ist.
„Stiftungen können möglich machen, was die öffentliche Hand eigentlich tun müsste, aber nicht finanzieren kann“, so Ludger Suttmeyer von der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land, der sich über das erste Projekt der Carl-Beermann-Stiftung sichtlich freute.
„Tausende von Menschen könnten allein in Deutschland jedes Jahr eine
gefährliche Herzattacke überleben, wenn in der Nähe ihres
Zusammenbruchs ein Defibrillator vorhanden wäre. Wir aber können nicht
darauf warten, dass der öffentliche Druck so groß wird, dass die
Politik entsprechende Beschlüsse fasst. Wir wollen jetzt aktiv werden
und werden es auch,“ begründet Carl Beermann die Initiative seiner
Stiftung.
Zum Hintergrund: In bis zu 70 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt
anfangs so genanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese
elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation
der Herzmuskelzellen unterbrechen. Entscheidend ist ein möglichst
früher Einsatz, da Kammerflimmern eine Unterversorgung des Gehirns mit
Sauerstoff hervorruft. Deshalb werden auch im öffentlichen Raum immer
mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) vorgehalten. In
Waltrop ist es das mittlerweile vierte Gerät, das durch das Engagement
der Frauen-Union (FU) und hier insbesondere ihrer
Stadtverbandsvorsitzenden Bruni Zeuner-Sieger (CDU) installiert werden
konnte.
Die Carl-Beermann-Stiftung ist eine Partnerstiftung der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land, die von der Volksbank in 2005 initiiert worden ist. Der erfolgreiche Unternehmer Beermann zeigte sich fasziniert von ihrer Idee und sieht sich „als Teil einer Gemeinschaft, die vom Engagement jedes Einzelnen mitgetragen wird und als Team umso erfolgreicher tätig sein kann“.
Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land versteht solche Unterstiftungen als positive Bereicherungen ihrer Arbeit. Sie selbst hat gerade ihr erstes großes Projekt mit dem Schulwettbewerb „Fit für Ausbildung“ abgeschlossen. „Eine weitere Partnerstiftung mit einem Oer-Erkenschwicker Unternehmer ist angebahnt und wir gehen davon aus, dass die Zulassung in Kürze erfolgt“, freut sich Ludger Suttmeyer auf diese zweite Partnerschaft.


