Hilfe für Streunerkatzen

19.07.2012

Neues Projekt der "Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt - Birgit Lueg Stiftung"

Den sogenannten "Spay Day" des Vereins "Lega Pro Animale" in Süditalien hat die "Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt - Birgit Lueg Stiftung" in der Vergangenheit bereits unterstützt. In dieser Aktion werden herrenlose Katzen eingefangen und kastriert.

Aber nicht nur in Italien, sondern auch hier vor Ort müssen sogenannte Streunerkatzen immer noch qualvoll verenden oder ein nicht artgerechtes Leben führen. Viele Katzen gelangen ins Tierheim und verbleiben dort jahrelang, da die Tierheime hoffnungslos überfüllt sind und nicht alle Tiere in Familien vermitteln können. Besonders in den Sommermonaten ist der Ansturm auf die Tierheime sehr hoch. Gerade erst geborene Maikätzchen konkurrieren mit den Jungkatzen aus dem vergangenen Jahr, die zum großen Teil noch kein neues Heim gefunden haben. Demzufolge muss eine hohe Anzahl an Streunerkatzen mitsamt Nachwuchs auf der Straße ums Überleben kämpfen, wo sie wiederum im nächsten Jahr eine unüberschaubare Zahl an Maikätzchen mit ungewissem Schicksal in die Welt setzen.

Rund zwei Millionen frei lebende Katzen gibt es in Deutschland und durch ihre große Fruchtbarkeit wächst die Not weiter.

tl_files/buergerstiftung/partnerstiftung_lueg/20120719_streunerkatzen_bild2.jpg tl_files/buergerstiftung/partnerstiftung_lueg/20120719_streunerkatzen_bild3.jpg tl_files/buergerstiftung/partnerstiftung_lueg/20120719_streunerkatzen_bild1.jpg
Fotos: VIER PFOTEN

Das einzig wirksame Mittel, um den Teufelskreis zu durchbrechen, ist die Kastration. In Deutschland gibt es ähnliche Aktionen wie den "Spay Day", doch auch hier sind die finanziellen Mittel für solche Projekte knapp. Die Tierschutzvereine sind auf Spenden angewiesen und können oft mangels fehlender Geldmittel keine groß angelegten Kastrationsaktionen stemmen.

"Doch genau das brauchen wir, um das Katzenelend auf unseren Straßen zu stoppen. Zusätzlich sind Aufklärungskampagnen und die Kastrationspflicht für freilaufende Hauskatzen unbedingt erforderlich. Oer-Erkenschwick geht hier mit gutem Beispiel voran, doch haben hier bei uns im Kreis längst nicht alle Städte ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot erlassen", erklärt Birgit Lueg die Dringlichkeit ihres neuen Projektes.
Die Steuerberaterin aus Oer-Erkenschwick möchte sich ab sofort mit ihrer Stiftung für genau diese Problematik einsetzen und hofft auf Unterstützung.

"Wir müssen Streunerkatzen kastrieren und kennzeichnen lassen, um die Ausbreitung des Problems zu bekämpfen. Starten soll das Projekt zunächst in Oer-Erkenschwick, um erste Erfahrungen zu sammeln. Birgit Lueg möchte das Projekt aber nach erfolgreicher Implementierung auch auf alle Nachbarstädte ausweiten. Für einen erfolgreichen Projektstart übernimmt die "Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt - Birgit Lueg Stiftung" die Kosten für die ersten 20 Kastrationen, das sind in etwa 2.000 Euro.

tl_files/buergerstiftung/partnerstiftung_lueg/20120719_streunerkatzen_bild4.jpg

Der Tierschutzverein Oer-Erkenschwick freut sich über die Unterstützung der engagierten Stiftungsgründerin und will eng mit Birgit Lueg zusammen arbeiten. Beide hoffen ebenso auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger, die freilaufende Katzen einfangen oder melden, um die Kastration zu ermöglichen.

 

Foto: VIER PFOTEN

"Wir können diese Aufgabe nicht alleine meistern und freuen uns deshalb sehr über ehrenamtliche Helfer bei unserem Vorhaben. Interessierte Bürger können sich bei dem Tierschutzverein in Oer-Erkenschwick (Telefon: 02368/692855) melden."

Darüberhinaus ist die noch sehr junge Stiftung auch auf finanzielle Hilfe angewiesen und freut sich über jeden Euro, der entbehrt werden kann:
Respekt vor Mensch, Tier und Umwelt - Birgit Lueg Stiftung
Konto Nr. 55555900
BLZ 426 617 17
bei der Volksbank eG, Waltrop

Spendenbescheinigungen werden gerne ausgestellt.

 

Vermehrung der Streunerkatzen - ein Rechenbeispiel:
(Quelle: VIER PFOTEN)

tl_files/buergerstiftung/partnerstiftung_lueg/20120719_streunerkatzen_bild5.jpg

In folgenden Gemeinden in Nordrhein-Westfalen gibt es eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für private Katzen mit Zugang ins Freie:
(Quelle: VIER PFOTEN)

  • Aldenhoven
  • Arnsberg
  • Bad Driburg
  • Bad Oeynhausen
  • Barntrup
  • Bergheim
  • Blomberg
  • Bonn
  • Brilon
  • Bünde
  • Büren
  • Enger
  • Ense
  • Eschweiler
  • Extertal
  • Geseke
  • Gütersloh
  • Halle
  • Herford
  • Herzogenrath
  • Hiddenhausen
  • Hilchenbach
  • Hürth
  • Iserlohn
  • Jürlich
  • Kall
  • Kirchlengern
  • Kürten
  • Lemgo
  • Leverkusen
  • Linnich
  • Lippstadt
  • Löhne
  • Marl
  • Merzenich
  • Möhnesee
  • Oer-Erkenschwick
  • Oerlinghausen
  • Paderborn
  • Porta Westfalica
  • Recklinghausen
  • Rietberg
  • Rödinghausen
  • Schlagen
  • Schloss Holte-Stukenbrock
  • Schwerte
  • Siegen
  • Soest
  • Spenge
  • Stolberg (Rheinland)
  • Sundern
  • Verl
  • Versmold
  • Vlotho
  • Würselen

Unterschriftenaktion - Einführung einer bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

>> hier klicken (PDF-Datei - 45 KB)

 

Zurück